Künstliche Intelligenz entwickelt sich unglaublich schnell. Fast jede Woche erscheinen neue KI-Modelle und Funktionen. Aufgaben, die vor wenigen Jahren noch sehr kompliziert waren, lassen sich heute oft deutlich einfacher lösen.
Natürlich gibt es rund um KI auch viel Hype. Überall wird darüber gesprochen, wie künstliche Intelligenz unsere Arbeit verändern wird.
Aber meiner Meinung nach vergessen wir dabei etwas Wichtiges: Wir wissen noch gar nicht, was mit dieser Technologie alles möglich sein wird.
Genau deshalb finde ich, dass Unternehmen jetzt anfangen sollten, mit KI zu experimentieren.
Nicht jedes Unternehmen braucht sofort einen KI-Agenten. Aber wer heute ausprobiert, was möglich ist, kann morgen schneller von neuen Entwicklungen profitieren.
Warum Unternehmen jetzt mit KI experimentieren sollten
Ich bin überzeugt, dass KI-Agenten die Arbeitsweise vieler Unternehmen grundlegend verändern werden.
Wir befinden uns in einer spannenden Phase. Entwickler und Unternehmen probieren ständig neue Ideen aus und finden heraus, was mit künstlicher Intelligenz möglich ist.
Manche Experimente funktionieren, andere nicht. Aber aus beiden können wir etwas lernen.
Die KI-Modelle werden immer leistungsfähiger. Aufgaben, die heute noch schwierig sind, könnten in Zukunft ganz einfach automatisiert werden.
Wer sich heute mit KI beschäftigt, versteht besser, welche Möglichkeiten morgen entstehen.
Das bedeutet aber nicht, dass ein Unternehmen sofort Tausende Franken in ein grosses KI-Projekt investieren muss.
Oft reicht es, mit einer kleinen Aufgabe anzufangen, die regelmässig Zeit kostet und die eigentlich niemand gerne erledigt.
Genau dort kann Automatisierung einen echten Unterschied machen.
Praxisbeispiel: Rechnungen in vier Stunden automatisiert
Vor Kurzem habe ich für ein Hostel eine kleine Automatisierung mit KI entwickelt.
Das Problem war einfach: Rechnungen von Lieferanten kamen per E-Mail oder über andere Wege an. Danach musste jemand die Informationen manuell ins Buchhaltungssystem übertragen.
Keine besonders schwierige Arbeit, aber eine Aufgabe, die immer wieder Zeit kostet.
Also haben wir den Prozess automatisiert.
Heute funktioniert das so:
Eingehende Rechnungen → Ordner → Rechnungen mit KI auslesen → Buchhaltungszeilen erstellen
Die Rechnungen landen automatisch in einem bestimmten Ordner. Ein KI-System liest die Dokumente, erkennt die wichtigen Informationen und erstellt daraus die entsprechenden Buchhaltungszeilen.
Die Lösung läuft bereits produktiv und wird im Alltag eingesetzt.
Die erste funktionierende Version war nach ungefähr vier Stunden fertig.
Damit konnten wir eine wiederkehrende manuelle Aufgabe automatisieren.
Ausserdem sind wir dadurch weniger abhängig von externen Diensten, die für jede verarbeitete Rechnung Gebühren verlangen.
Natürlich lässt sich nicht jede Automatisierung so schnell umsetzen. Grössere Projekte brauchen mehr Tests, Sicherheitsmassnahmen und technische Arbeit.
Aber genau das zeigt dieses Beispiel:
Eine KI-Lösung muss nicht kompliziert sein, um einem Unternehmen einen echten Nutzen zu bringen.
Manchmal reicht eine kleine Verbesserung, die jeden Tag etwas Arbeit spart.
Von einer Idee zum funktionierenden Prototyp
Eine der grössten Veränderungen, die ich als Softwareentwickler erlebe, ist die Geschwindigkeit, mit der wir heute neue Ideen ausprobieren können.
Mithilfe von KI lassen sich kleine, klar definierte Anwendungen manchmal innerhalb weniger Stunden entwickeln.
Das verändert auch die Art, wie ich über neue Projekte denke.
Warum wochenlang darüber sprechen, ob eine Idee funktionieren könnte, wenn wir in manchen Fällen innerhalb eines Tages einen ersten Prototyp bauen können?
Für mich beginnt ein gutes Automatisierungsprojekt immer mit einer einfachen Frage:
Welche Aufgaben kosten in Ihrem Unternehmen unnötig viel Zeit?
Die meisten Geschäftsführer und Mitarbeitenden kennen diese Aufgaben bereits.
Vielleicht müssen Informationen regelmässig von einem System ins andere kopiert werden. Vielleicht werden Dokumente manuell verarbeitet oder Kundenanfragen immer wieder auf ähnliche Weise beantwortet.
Wenn wir das Problem verstehen, können wir die passende Lösung entwickeln.
Manchmal ist das ein KI-Agent. Manchmal reicht eine klassische Softwareintegration.
Ein klassisches Automatisierungssystem folgt festen Regeln. Ein KI-Agent kann dagegen Informationen verstehen, Entscheidungen vorbereiten und verschiedene Werkzeuge nutzen, um eine Aufgabe zu erledigen.
Ein KI-Agent könnte beispielsweise eine Kundenanfrage verstehen, Informationen aus einem ERP- oder CRM-System abrufen und eine Antwort oder einen nächsten Schritt vorbereiten.
Wenn dagegen nur Daten zwischen zwei Systemen ausgetauscht werden müssen, ist eine normale API-Schnittstelle möglicherweise die bessere Wahl.
Es geht nicht darum, überall KI einzusetzen. Es geht darum, mit der richtigen Technologie ein echtes Problem zu lösen.
Ein Prototyp ist dabei noch nicht automatisch eine fertige Lösung. Für den produktiven Einsatz müssen auch Zuverlässigkeit, Datenschutz, Fehlerbehandlung und die nötige Kontrolle berücksichtigt werden.
Geschäftsprozesse mit KI automatisieren: So können Schweizer KMU starten
Gerade für Schweizer KMU sehe ich hier eine grosse Chance.
Ein Unternehmen muss nicht gleich seine gesamte IT verändern, um von künstlicher Intelligenz zu profitieren.
Es kann mit einem einzigen Prozess beginnen.
Eine Rechnung, die automatisch verarbeitet wird. Eine Kundenanfrage, für die Informationen aus mehreren Systemen benötigt werden. Oder eine administrative Aufgabe, die jede Woche mehrere Stunden kostet.
Solche kleinen Projekte helfen dabei, Erfahrungen zu sammeln und den tatsächlichen Nutzen von KI zu verstehen.
Auch ich nutze KI täglich bei meiner Arbeit.
Sogar dieser Artikel ist ein Beispiel dafür. Anstatt alles von Anfang an selbst zu schreiben, nehme ich meine Gedanken zuerst als Audio auf. Anschliessend hilft mir KI dabei, die Aufnahme in Text umzuwandeln und meine Ideen zu strukturieren.
Die Gedanken und Erfahrungen kommen weiterhin von mir. Die Technologie hilft mir einfach, sie schneller und klarer zu kommunizieren.
Für mich ist genau das der interessante Punkt: KI kann uns helfen, bestehende Aufgaben einfacher und effizienter zu erledigen.
Niemand weiss genau, was KI-Agenten in zwei oder fünf Jahren alles können werden.
Aber ich bin überzeugt, dass Unternehmen, die heute experimentieren, besser auf diese Zukunft vorbereitet sein werden.
Klein anfangen. Ideen ausprobieren. Herausfinden, wo die Grenzen liegen. Lösungen verbessern.
Die Technologie wird sich weiterentwickeln. Und damit entstehen auch immer neue Möglichkeiten für Unternehmen.
Möchten Sie einen Prozess in Ihrem Unternehmen automatisieren?
Ich bin Sebastián Ignacio, Softwareentwickler in der Region Zürich. Ich beschäftige mich mit KI-Automatisierung, ERP- und CRM-Integrationen sowie individueller Softwareentwicklung.
Ich unterstütze Unternehmen dabei, manuelle Arbeit zu reduzieren und bestehende Systeme besser miteinander zu verbinden.
Egal, ob Ihr Unternehmen in Zürich, Zug oder einer anderen Region der Schweiz tätig ist: Sie brauchen kein riesiges KI-Projekt, um anzufangen.
Manchmal reicht es, eine einzige Aufgabe zu finden, die unnötig Zeit kostet, und dafür eine bessere Lösung zu entwickeln.